
Wahoo TRACKR Test 2026: Dual-Konnektivität für gemischte Setups
Wahoo TRACKR im Test: Brustgurt mit Bluetooth/ANT+ für gemischte Ökosysteme. 100h Akku, IPX7, präzise, aber kein Speicher. Für wen lohnt er sich?
August 2026

Der Polar H10 misst den Puls per EKG direkt an der Brust. Wir haben den Brustgurt fürs HYROX-Training getestet: Genauigkeit, Konnektivität und für wen er sich lohnt.
Wer bei HYROX seine Pace über acht Kilometer und acht Stationen steuern will, braucht Herzfrequenzwerte, auf die Verlass ist. Genau hier spielt der Polar H10 seine Stärke aus.
Der Polar H10 ist ein EKG-Brustgurt, der die Herzfrequenz direkt an der Brust misst statt optisch am Handgelenk. Für HYROX heißt das: stabile Werte auch bei Burpee Broad Jumps, Wall Balls und im Sprint zwischen den Stationen, dazu die Verbindung zu Uhr, App und Cardio-Gerät gleichzeitig.
Kurzfazit vorweg: Für uns ist der H10 der Pulsgurt, den wir ambitionierten HYROX-Athleten empfehlen.
Die Messung ist so verlässlich, dass wir sie im Training als Referenz nehmen, an der sich jede Optik-Uhr messen lassen muss. Wer auf einen wiederaufladbaren Akku verzichten kann, bekommt hier das kompletteste Paket am Markt.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Messmethode | EKG-Sensorik am Brustgurt |
| Gewicht | 60 g (Sensor ca. 21 g, Gurt ca. 39 g) |
| Sensor-Maße | ca. 34 × 65 × 10 mm |
| Konnektivität | Bluetooth (zwei Kanäle gleichzeitig), ANT+, 5 kHz Gymlink |
| Interner Speicher | eine Trainingseinheit (bis ca. 40 Stunden) |
| Akku | CR2025-Knopfzelle, wechselbar, ca. 400 Stunden Laufzeit |
| Wasserdicht | bis 30 m |
| Größen | XS-S 62-74 cm, M-XXL 75-115 cm, XXXL 116-155 cm (separat) |
| Lieferumfang | Sensor plus Polar Pro Brustgurt |
Bevor es auf die Strecke geht, lohnt der Blick auf das, was den H10 von einer Optik-Uhr unterscheidet. Drei Punkte fallen sofort auf.
Der H10 greift die Herzaktivität elektrisch am Brustkorb ab, ähnlich einem EKG. Eine Uhr mit optischem Sensor schätzt den Puls dagegen über Lichtreflexion am Handgelenk, und genau diese Schätzung bricht bei schnellen Belastungswechseln und starkem Pumpen der Arme ein.
In der Sportwissenschaft wird der H10 deshalb regelmäßig als Referenzgerät gegen ein klinisches EKG geprüft. Für dich bedeutet das im Training: Die Zahl auf dem Display kannst du glauben, auch wenn es hart wird.
Der H10 sendet über Bluetooth, ANT+ und die 5-kHz-Gymlink-Frequenz, und das ist mehr als eine Spezifikationszeile. Über zwei Bluetooth-Kanäle koppelst du gleichzeitig Uhr und Trainings-App, ohne dass sich die beiden in die Quere kommen.
Die 5-kHz-Gymlink-Übertragung ist der Punkt, der ihn fürs Gym so praktisch macht. Damit funken viele Laufbänder, Ruder- und Cardio-Geräte den Puls direkt aufs Gerätedisplay, ganz ohne Kopplung per App.
Ein interner Speicher hält eine komplette Einheit fest, wenn du ohne Uhr und Handy trainierst. Das ist im Becken praktisch und beim Intervalltraining, wo das Handy ohnehin in der Tasche bleibt.
Die Energie liefert eine wechselbare CR2025-Knopfzelle mit rund 400 Stunden Laufzeit. Aufladen entfällt, dafür tauschst du die Zelle etwa ein- bis zweimal im Jahr, und das kostet wenige Sekunden.
Ein Pulsgurt beweist sich nicht im Ruhepuls, sondern dann, wenn der Körper zwischen Laufen und Station hin- und herschaltet. Genau dieses Wechselspiel aus acht Läufen und acht Stationen ist die härteste Prüfung für jede Herzfrequenzmessung.
Beim Compromised Running, also dem Laufen mit müden Beinen direkt nach einer Station, springt der Puls schnell und weit. Optische Sensoren hängen hier oft ein paar Sekunden hinterher oder zeigen kurzzeitig Fantasiewerte.
Der H10 folgt dem Anstieg im Training ohne spürbare Verzögerung. Für die Pace-Steuerung ist das entscheidend, weil du deine Zone triffst, bevor du übersprintet und auf der nächsten Laufrunde einbrichst.
An explosiven Stationen wie Burpee Broad Jumps und Wall Balls wackelt am Handgelenk vieles, der Brustgurt sitzt dagegen ruhig am Rumpf. Die Silikonnoppen auf der Innenseite halten den Gurt an seinem Platz, wenn du dich flach auf den Boden und wieder hoch bewegst.
Ein ehrlicher Punkt gehört dazu: Die ANT+-Verbindung zu manchen älteren Studiogeräten kann in dichten Gym-Umgebungen zu Aussetzern neigen. Über die App und die Uhr blieb die Verbindung in unserem Einsatz konstant.
Auf dem Rudergerät und am SkiErg trägt sich der Gurt unauffällig, weil er tief am Brustkorb sitzt und bei der Zugbewegung nicht stört. Das ist ein Vorteil gegenüber der Uhr, die beim Rudern gern am Griff oder am Ärmel hängen bleibt.
Über Gymlink zieht der Puls direkt aufs Display vieler Cardio-Geräte, sodass du im Blick behältst, ohne zusätzliche App. Für Stationstraining, das nah am Wettkampf liegt, ist das die bequemste Lösung.
Wer mit Gewichtsweste trainiert, kennt das Problem der Reibung am Brustkorb. Der schmale Gurt des H10 verläuft unter dem Brustriemen der meisten Westen, ohne aufzutragen oder zu scheuern.
Wichtig ist nur, den Gurt vor dem Anlegen leicht zu befeuchten, sonst braucht der Sensor die ersten Minuten, bis die Werte sauber laufen. Das gilt für jeden EKG-Gurt und ist kein Nachteil des H10 im Speziellen.
Vorteile
Nachteile
Für ambitionierte HYROX-Athleten ist der H10 die naheliegende Wahl. Wenn du nach Herzfrequenzzonen trainierst, deine Pace über die Läufe steuern willst und Wert auf verlässliche Werte legst, bekommst du hier ein Gerät, das im entscheidenden Moment nicht schwächelt.
Für den absoluten Einsteiger, der gerade erst in HYROX einsteigt, ist er nicht zwingend nötig. Wer nur grob wissen will, wie hart eine Einheit war, kommt zunächst auch mit der Optik-Uhr aus und rüstet später nach.
Wenn du gezielt nach Zonen trainierst oder gesundheitliche Vorbelastungen hast, besprich die Zoneneinteilung und deine Zielbelastung einmal mit einem Arzt oder einer Sportmedizinerin. Passend dazu bauen wir denHYROX-Trainingsplan auf, der die Herzfrequenzsteuerung in die Vorbereitung einordnet.
Der H10 ist nicht der einzige gute Pulsgurt, je nach Ökosystem und Budget lohnt der Blick auf drei Alternativen.
| Modell | Stärke | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Garmin HRM-Pro Plus | Laufeffizienz-Metriken, speichert den Puls zwischen | Athleten im Garmin-Ökosystem |
| Wahoo TICKR X | günstiger, interner Speicher, LED-Rückmeldung | preisbewusste App-Nutzer |
| Polar H9 | die einfachere H10-Basis ohne internen Speicher | Einsteiger, die nur Puls senden wollen |
Tiefstpreis: 67,99 €Höchstpreis: 79,95 €
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Der Polar H10 macht im HYROX-Training genau das, was ein Pulsgurt können muss: verlässlich messen, wenn der Körper zwischen Laufen und Station hin- und herschaltet.
Die EKG-Genauigkeit, die dreifache Konnektivität und der ruhige Sitz an den Stationen und unter der Weste machen ihn für uns zur klaren Empfehlung für alle, die ihre Pace ernsthaft steuern wollen.
Abstriche gibt es nur bei der nicht wiederaufladbaren Batterie und gelegentlichen ANT+-Aussetzern an älteren Geräten. Wer damit leben kann, bekommt den kompletten Herzfrequenz-Sensor, an dem sich die Konkurrenz messen lassen muss.