Coospo H6M im Test: Günstiger Pulsgurt fürs HYROX-Training

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Stand: 14.08.2026, 20:01 Uhr
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78 %Juli 2026HYROX Vergleich
TESTERGEBNIS

Der Coospo H6M ist ein EKG-Brustgurt zum Sparpreis. Wir haben den günstigen Pulsgurt fürs HYROX-Training getestet.

Testbericht von
Aktualisiert am
07.08.2026
Veröffentlicht am
24.07.2026

Ein Pulsgurt muss nicht teuer sein, um die Herzfrequenz genau zu messen. Der Coospo H6M ist deutlich günstiger als Markengurte, soll aber trotzdem verlässliche Werte fürs HYROX-Training liefern.

Der Coospo H6M ist ein EKG-Brustgurt, der die Herzfrequenz per Elektroden misst und über Bluetooth und ANT+ an Uhr, App oder Cardio-Gerät sendet.

Für HYROX bedeutet das genaue Werte an den Stationen und beim Sprint und das zum Einsteigerpreis. Die dafür notwendigen Kompromisse sollten jedoch offen auf den Tisch gelegt werden.

Kurzfazit vorweg: Für den Preis ist der H6M erstaunlich gut. Er misst genau genug für das Zonentraining, sitzt bequem und ist mit fast allem kompatibel. An die Konstanz und Ausstattung der Markengurte kommt er jedoch nicht heran und er hat ein paar Eigenheiten, die du kennen solltest.

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Coospo H6M - Produktbild 1
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MerkmalAngaben
MessmethodeEKG-Sensorik am Brustgurt (Elektroden)
Gewichtca. 48 g (mit Gurt)
KonnektivitätBluetooth 4.0 und ANT+
Interner Speicherkeiner (nur Echtzeit)
5 kHz Gymlinknein (nur digital)
Ein-/Aus-Schalterkeiner (Sensor nach dem Training abnehmen)
AkkuCR2032-Knopfzelle, ca. 300 Stunden Laufzeit
WasserdichtIP67 (Schweiß und Spritzwasser, kein Schwimmen)
GrößeGurt 65 bis 95 cm (kleinere Größen separat)
LieferumfangSensor, Gurt, Anleitung

Technische Daten und Ausstattung

Der H6M spart an der Ausstattung, nicht an der Grundfunktion. Drei Punkte sind für den HYROX-Einsatz entscheidend.

EKG-Messung zum Sparpreis

Der H6M misst per Elektroden am Brustkorb und trifft die Herzfrequenz für Zonentraining zuverlässig. Eine Uhr mit optischem Sensor am Handgelenk liegt bei schnellen Belastungswechseln dagegen oft daneben.

Dass Brustgurte genauer messen als optische Sensoren am Handgelenk, gilt auch für den günstigen H6M. An die absolute Konstanz eines Polar-Gurts bei ruckartigen Bewegungen kommt er allerdings nicht ganz heran.

Konnektivität: Bluetooth 4.0 und ANT+

Der H6M funkt über Bluetooth 4.0 und ANT+ und ist mit fast allem kompatibel: Sportuhren, Handy-Apps, Rad-Computer und viele Cardio-Geräte. Diese breite Verträglichkeit ist seine große Stärke.

Zwei Einschränkungen gehören dazu: Das ältere Bluetooth 4.0 hält in der Regel nur eine Verbindung, und einen analogen 5-kHz-Gymlink für ganz alte Studiogeräte gibt es nicht.

Akku ohne Ausschalter

Die Energie liefert eine CR2032-Knopfzelle mit rund 300 Stunden Laufzeit. Einen Ein- und Ausschalter hat der H6M aber nicht.

Das heißt in der Praxis: Du musst das Sensor-Modul nach jeder Einheit vom Gurt trennen, sonst zieht es weiter Strom und die Batterie ist schneller leer. Wer das vergisst, ärgert sich über kurze Laufzeiten.

Leistung im HYROX-Einsatz

Ein Pulsgurt beweist sich, wenn der Körper zwischen Laufen und Station wechselt. Genau dieses ständige Wechseln im offiziellen HYROX-Forma tist die eigentliche Prüfung.

Genauigkeit im Compromised Running

Der H6M macht auf den Laufabschnitten eine gute Figur. Er folgt dem Puls zügig, auch wenn die Beine müde werden, und liefert stabile Werte für die Pace-Steuerung.

Für das, was du auf acht Laufkilometern brauchst, reicht die Messung ohne Einschränkung aus. Hier spielt der günstige Gurt seine Stärke aus.

Halt und Verbindung an den Stationen

An explosiven Stationen wie Burpee Broad Jumps und Wall Balls zeigt sich der Preisunterschied. Die Verbindung reagiert bei ruckartigen Bewegungen etwas empfindlicher als bei den Markengurten und kann seltener mal kurz zicken.

Ein fester Sitz und gut befeuchtete Elektroden helfen spürbar. Wer den Gurt richtig anlegt, bekommt auch an den Stationen brauchbare Werte, ganz an die Ruhe eines Polar H10 kommt er aber nicht heran.

Im Gym und mit der Uhr

Über ANT+ und Bluetooth koppelt der H6M mit Garmin-, Polar- und anderen Uhren sowie mit vielen Cardio-Geräten. Für Rudergerät, Ergometer oder Laufband im Studio ist er dadurch flexibel einsetzbar.

Nur ganz alte Geräte, die zwingend die analoge 5-kHz-Frequenz brauchen, erreicht er nicht. An modernen Studiogeräten ist das kein Thema.

Tragekomfort unter der Gewichtsweste

Wer mit Gewichtsweste trainiert, kennt die Reibung am Brustkorb. Der schmale H6M-Gurt verläuft unter dem Brustriemen der meisten Westen, ohne aufzutragen.

Der Gurt ist leicht und trägt sich angenehm. Wichtig ist der richtige Sitz, damit er nicht nach unten rutscht.

An welchen Stellen spart der Coospo?

Damit du nicht enttäuscht wirst, hier die Punkte, an denen der niedrige Preis sichtbar wird. Es fehlen ein Ein-Aus-Schalter, ein interner Speicher und der 5-kHz-Gymlink, und die Wasserdichtigkeit endet bei IP67, also Schweiß und Spritzwasser statt Schwimmen.

Auch bei der Konstanz an den Stationen liegt er hinter den Markengurten. Wer nur wenig mehr ausgeben kann, bekommt mit unserem Polar H9 im Test spürbar mehr Zuverlässigkeit und den Gymlink dazu.

Vorteile

  • EKG-Messung, genau genug fürs Zonentraining
  • Sehr breite Kompatibilität über Bluetooth und ANT+
  • Leichter, bequemer Sitz
  • Unschlagbarer Preis
  • Lange Batterielaufzeit, wenn der Sensor abgenommen wird

Nachteile

  • Kein Ein-Aus-Schalter, Sensor muss nach dem Training abgenommen werden
  • Verbindung bei ruckartigen Bewegungen empfindlicher als bei Markengurten
  • Kein interner Speicher, kein 5 kHz Gymlink
  • Nur IP67, nicht fürs Schwimmtraining, älteres Bluetooth 4.0

Für wen ist der Coospo H6M geeignet?

Der H6M ist die richtige Wahl für HYROX-Athleten mit kleinem Budget, die vor allem laufen und konstant trainieren. Wenn du einen genauen Pulsgurt zum kleinstmöglichen Preis suchst und mit Kompromissen leben kannst, bekommst du hier viel fürs Geld.

Für absolute Einsteiger, die gerade erst mit HYROX beginnen, ist er ein günstiger erster Schritt weg von der ungenauen Handgelenksmessung. Wer jedoch intensiv an den Stationen trainiert oder maximale Zuverlässigkeit wünscht, sollte etwas mehr investieren.

Wenn du gezielt nach Herzfrequenzzonen trainierst oder gesundheitliche Vorbelastungen hast, solltest du die Zoneneinteilung und deine Zielbelastung mit einem Arzt oder einer Sportmedizinerin besprechen.

Alternativen zum Coospo H6M

Wer etwas mehr ausgeben kann, findet drei stärkere Alternativen.

Preisverlauf: Coospo H6M

Tiefstpreis: 23,18 €Höchstpreis: 28,99 €

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

ModellStärkeFür wen geeignet
Polar H9EKG plus 5 kHz Gymlink, Markenqualitätwer etwas mehr für mehr Zuverlässigkeit zahlt
Wahoo TRACKRwiederaufladbarer Akkuwer keine Knopfzellen mag
Garmin HRM 200verschlüsselte Übertragung, rund ein Jahr BatterieGarmin-Nutzer

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Für den Preis ja. Er misst per Elektroden genau genug fürs Zonentraining und ist mit fast allen Uhren, Apps und Cardio-Geräten kompatibel. An die Konstanz der Markengurte an den Stationen kommt er aber nicht ganz heran.

Auf den Laufabschnitten misst er zuverlässig und deutlich genauer als eine Optik-Uhr. Bei sehr ruckartigen Bewegungen kann die Verbindung eher mal kurz zicken als bei teureren EKG-Gurten.

Nein. Damit die Batterie nicht weiter Strom zieht, musst du das Sensor-Modul nach dem Training vom Gurt abnehmen. Das ist die wichtigste Regel im Umgang mit ihm.

Eine CR2032-Knopfzelle mit rund 300 Stunden Laufzeit. Nimmst du den Sensor nach jedem Training ab, hält sie lange.

Er ist nach IP67 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt, aber nicht fürs Schwimmen gemacht. Für das übliche HYROX-Training reicht das aus.

Ja. Über ANT+ koppelt er mit Garmin-Uhren und Rad-Computern, über Bluetooth mit Apps wie Zwift, Strava oder Wahoo. Die Verbindung stellst du in der jeweiligen App her, nicht direkt im Handy-Bluetooth.

Der H6M ist deutlich günstiger und reicht fürs Lauftraining. Der Polar H9 kostet etwas mehr, misst an den Stationen aber konstanter und bringt den 5-kHz-Gymlink für ältere Cardio-Geräte mit. Wer regelmäßig hart an den Stationen trainiert, ist mit dem H9 besser bedient.

Coospo H6M
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