
Garmin HRM 600 im Test: der Daten-Gurt für Garmin-Läufer
Der Garmin HRM 600 im Test: Laufdynamik, Schrittgeschwindigkeitsverlust und bis zu zwei Monate Akku. Was der Top-Gurt im HYROX-Training wirklich bringt.
Juli 2026

Der Coospo H6M ist ein EKG-Brustgurt zum Sparpreis. Wir haben den günstigen Pulsgurt fürs HYROX-Training getestet.
Ein Pulsgurt muss nicht teuer sein, um die Herzfrequenz genau zu messen. Der Coospo H6M ist deutlich günstiger als Markengurte, soll aber trotzdem verlässliche Werte fürs HYROX-Training liefern.
Der Coospo H6M ist ein EKG-Brustgurt, der die Herzfrequenz per Elektroden misst und über Bluetooth und ANT+ an Uhr, App oder Cardio-Gerät sendet.
Für HYROX bedeutet das genaue Werte an den Stationen und beim Sprint und das zum Einsteigerpreis. Die dafür notwendigen Kompromisse sollten jedoch offen auf den Tisch gelegt werden.
Kurzfazit vorweg: Für den Preis ist der H6M erstaunlich gut. Er misst genau genug für das Zonentraining, sitzt bequem und ist mit fast allem kompatibel. An die Konstanz und Ausstattung der Markengurte kommt er jedoch nicht heran und er hat ein paar Eigenheiten, die du kennen solltest.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Messmethode | EKG-Sensorik am Brustgurt (Elektroden) |
| Gewicht | ca. 48 g (mit Gurt) |
| Konnektivität | Bluetooth 4.0 und ANT+ |
| Interner Speicher | keiner (nur Echtzeit) |
| 5 kHz Gymlink | nein (nur digital) |
| Ein-/Aus-Schalter | keiner (Sensor nach dem Training abnehmen) |
| Akku | CR2032-Knopfzelle, ca. 300 Stunden Laufzeit |
| Wasserdicht | IP67 (Schweiß und Spritzwasser, kein Schwimmen) |
| Größe | Gurt 65 bis 95 cm (kleinere Größen separat) |
| Lieferumfang | Sensor, Gurt, Anleitung |
Der H6M spart an der Ausstattung, nicht an der Grundfunktion. Drei Punkte sind für den HYROX-Einsatz entscheidend.
Der H6M misst per Elektroden am Brustkorb und trifft die Herzfrequenz für Zonentraining zuverlässig. Eine Uhr mit optischem Sensor am Handgelenk liegt bei schnellen Belastungswechseln dagegen oft daneben.
Dass Brustgurte genauer messen als optische Sensoren am Handgelenk, gilt auch für den günstigen H6M. An die absolute Konstanz eines Polar-Gurts bei ruckartigen Bewegungen kommt er allerdings nicht ganz heran.
Der H6M funkt über Bluetooth 4.0 und ANT+ und ist mit fast allem kompatibel: Sportuhren, Handy-Apps, Rad-Computer und viele Cardio-Geräte. Diese breite Verträglichkeit ist seine große Stärke.
Zwei Einschränkungen gehören dazu: Das ältere Bluetooth 4.0 hält in der Regel nur eine Verbindung, und einen analogen 5-kHz-Gymlink für ganz alte Studiogeräte gibt es nicht.
Die Energie liefert eine CR2032-Knopfzelle mit rund 300 Stunden Laufzeit. Einen Ein- und Ausschalter hat der H6M aber nicht.
Das heißt in der Praxis: Du musst das Sensor-Modul nach jeder Einheit vom Gurt trennen, sonst zieht es weiter Strom und die Batterie ist schneller leer. Wer das vergisst, ärgert sich über kurze Laufzeiten.
Ein Pulsgurt beweist sich, wenn der Körper zwischen Laufen und Station wechselt. Genau dieses ständige Wechseln im offiziellen HYROX-Forma tist die eigentliche Prüfung.
Der H6M macht auf den Laufabschnitten eine gute Figur. Er folgt dem Puls zügig, auch wenn die Beine müde werden, und liefert stabile Werte für die Pace-Steuerung.
Für das, was du auf acht Laufkilometern brauchst, reicht die Messung ohne Einschränkung aus. Hier spielt der günstige Gurt seine Stärke aus.
An explosiven Stationen wie Burpee Broad Jumps und Wall Balls zeigt sich der Preisunterschied. Die Verbindung reagiert bei ruckartigen Bewegungen etwas empfindlicher als bei den Markengurten und kann seltener mal kurz zicken.
Ein fester Sitz und gut befeuchtete Elektroden helfen spürbar. Wer den Gurt richtig anlegt, bekommt auch an den Stationen brauchbare Werte, ganz an die Ruhe eines Polar H10 kommt er aber nicht heran.
Über ANT+ und Bluetooth koppelt der H6M mit Garmin-, Polar- und anderen Uhren sowie mit vielen Cardio-Geräten. Für Rudergerät, Ergometer oder Laufband im Studio ist er dadurch flexibel einsetzbar.
Nur ganz alte Geräte, die zwingend die analoge 5-kHz-Frequenz brauchen, erreicht er nicht. An modernen Studiogeräten ist das kein Thema.
Wer mit Gewichtsweste trainiert, kennt die Reibung am Brustkorb. Der schmale H6M-Gurt verläuft unter dem Brustriemen der meisten Westen, ohne aufzutragen.
Der Gurt ist leicht und trägt sich angenehm. Wichtig ist der richtige Sitz, damit er nicht nach unten rutscht.
Damit du nicht enttäuscht wirst, hier die Punkte, an denen der niedrige Preis sichtbar wird. Es fehlen ein Ein-Aus-Schalter, ein interner Speicher und der 5-kHz-Gymlink, und die Wasserdichtigkeit endet bei IP67, also Schweiß und Spritzwasser statt Schwimmen.
Auch bei der Konstanz an den Stationen liegt er hinter den Markengurten. Wer nur wenig mehr ausgeben kann, bekommt mit unserem Polar H9 im Test spürbar mehr Zuverlässigkeit und den Gymlink dazu.
Vorteile
Nachteile
Der H6M ist die richtige Wahl für HYROX-Athleten mit kleinem Budget, die vor allem laufen und konstant trainieren. Wenn du einen genauen Pulsgurt zum kleinstmöglichen Preis suchst und mit Kompromissen leben kannst, bekommst du hier viel fürs Geld.
Für absolute Einsteiger, die gerade erst mit HYROX beginnen, ist er ein günstiger erster Schritt weg von der ungenauen Handgelenksmessung. Wer jedoch intensiv an den Stationen trainiert oder maximale Zuverlässigkeit wünscht, sollte etwas mehr investieren.
Wenn du gezielt nach Herzfrequenzzonen trainierst oder gesundheitliche Vorbelastungen hast, solltest du die Zoneneinteilung und deine Zielbelastung mit einem Arzt oder einer Sportmedizinerin besprechen.
Wer etwas mehr ausgeben kann, findet drei stärkere Alternativen.
Tiefstpreis: 23,18 €Höchstpreis: 28,99 €
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
| Modell | Stärke | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Polar H9 | EKG plus 5 kHz Gymlink, Markenqualität | wer etwas mehr für mehr Zuverlässigkeit zahlt |
| Wahoo TRACKR | wiederaufladbarer Akku | wer keine Knopfzellen mag |
| Garmin HRM 200 | verschlüsselte Übertragung, rund ein Jahr Batterie | Garmin-Nutzer |