
Hyrox-Gründer investieren in Xenom: Neue Partnerschaft im Fitness-Wettkampfmarkt
Hyrox-Gründer Toetzke und Fürste investieren in Xenom und gehen in dessen Board: Was die neue Partnerschaft für die Fitness-Wettkampfszene bedeutet.
Die Hyrox-Gründer Christian Toetzke und Moritz Fürste investieren in die Fitness-Wettkampfserie Xenom. Beide übernehmen zugleich Sitze im Board of Directors des jungen Unternehmens, wie Xenom und Hyrox am Mittwoch bekannt gaben.
Xenom-Format und Zielgruppe
Xenom nennt sich selbst „Decathlon of Fitness". Das Format umfasst zehn Disziplinen über zwei Wettkampftage, darunter Gewichtheben, Laufen, Gymnastik-Elemente und Workouts zur metabolischen Konditionierung.
Nach dem Auftaktevent in Dallas folgte im August ein zweites Event in London. Für Dezember ist ein Stopp in Miami geplant, danach soll es laut Ankündigung nach Paris weitergehen.
Andere Zielgruppe als Hyrox
Während sich Hyrox klassisch an Fitnessbegeisterte und Gym-Gänger richtet, zielt Xenom auf ambitioniertere Athleten. Gemeint sind vor allem CrossFitter, die bislang kaum standardisierte globale Wettkampfformate für ihr Training hatten.
Genau diese Lücke will Xenom schließen: ein wiederholbares Format, bei dem Athleten die Workouts im Vorfeld kennen, anders als bei CrossFit-Wettkämpfen mit Überraschungsmomenten.
Zusammenhang mit der Hyrox-Mehrheitsübernahme
Der Deal fällt in eine Phase, in der Toetzke und Fürste bei Hyrox selbst wieder mehr Kontrolle übernommen haben. Erst wenige Wochen zuvor hatte ein Konsortium um L Catterton gemeinsam mit den beiden Gründern die Mehrheit an Hyrox von Infront zurückgekauft.
Auch an dieser Transaktion war WndrCo beteiligt, derselbe Investor, der jetzt bei Xenom einsteigt. Die beiden Deals verbinden sich damit zu einer gemeinsamen Investorenstruktur rund um Hyrox und Xenom.
Strategische Logik für Hyrox
Für Toetzke und Fürste ergibt sich daraus ein zweites Standbein im selben Wettkampf-Fitnessmarkt. Hyrox deckt die breite Masse ab, Xenom das ambitioniertere, CrossFit-nahe Segment, das Hyrox bislang nicht bedient.
Statt Xenom als Konkurrenz zu behandeln, sichern sich die Gründer über Investment und Boardsitze direkten Einfluss auf einen Wettbewerber, der sonst genau jene Athleten hätte abwerben können, denen Hyrox zu einfach ist.
Was das für die Hyrox-Community bedeutet
Für Athleten, die aktuell bei Hyrox starten, ändert der Deal zunächst nichts am eigenen Renntag. Hyrox bleibt das Format mit acht Stationen und Lauf-Segmenten dazwischen, Xenom ist ein eigenständiger Wettkampf mit eigenem Regelwerk.
Interessant wird der Deal vor allem für Athleten, die neben Hyrox auch aus dem CrossFit-Umfeld kommen und dort bislang kein vergleichbares globales Wettkampfformat hatten.
Offene Punkte beim Rollout
Wie genau sich die angekündigte Zusammenarbeit bei Marketing, Event-Aktivierung und Ausbildung konkret auswirkt, haben Hyrox und Xenom bislang nicht im Detail kommuniziert. Auch ein Zeitplan für eine engere Verzahnung der beiden Serien steht noch nicht fest.



