
Concept2 Model D Erfahrungen
Concept2 Model D im Test (95 %): seit 2021 heißt es RowErg, technisch dieselbe HYROX-Maschine. Specs, PM5-Monitor, Platzbedarf und warum der Name egal ist.
Juli 2026

Skandika Styrke Test: Wir haben das Premium-Wasserrudergerät auf Rudergefühl, Verarbeitung, HYROX-Tauglichkeit und Preis-Leistung geprüft, inklusive aller Schwächen.
Im Vergleich: Bestes Rudergerät 2026
Wie wir testen, steht in So testen wir HYROX-Equipment.
Rudergeräte für zu Hause scheitern selten an der Technik, sondern an der Geduld der Nachbarn. Ein Luftwiderstandsgerät mit vollem Zug klingt wie eine Werkstatt.
Wer in einer Mietwohnung über Kopfhörer hinaus Rücksicht nehmen muss, sucht etwas anderes. Genau in diese Lücke stellt sich das Skandika Styrke Premium: ein Wasserrudergerät aus massiver Esche, in Deutschland designt und verarbeitet, mit einem Wassertank statt Schwungrad als Herzstück.
Im Skandika Styrke Test zeigt sich schnell, wofür das Gerät gebaut ist und wofür nicht. Es ist kein Wettkampfgerät für die Stoppuhr, sondern ein Grundlagentrainer fürs Wohnzimmer.
Unsere Skandika Styrke Premium Erfahrungen fallen für die Ausdauerarbeit klar positiv aus, für HYROX-Pacing dagegen zurückhaltend. Ohne Bordcomputer fehlt die direkte 500-Meter-Referenz, an der man sich beim Rudergerät HYROX-Training orientiert.
Der erste Zug macht sofort klar, warum Wasserwiderstand unter Ruderfans einen so guten Ruf hat. Das Paddel im Tank baut Widerstand proportional zur Zugkraft auf, fast wie im echten Boot.
Das Wassergeräusch ist dabei kein Beiwerk, sondern der Kern des Erlebnisses. Jeder Zug erzeugt ein Rauschen, das die Bewegung trägt und einen Rhythmus vorgibt.
Den bekommt man beim Magnetwiderstand einfach nicht. Im direkten Vergleich zum Luft-Magnet-Hybrid des Sportstech RSX600 fällt der Unterschied deutlich aus.
Das RSX600 kombiniert Luft- und Magnetwiderstand und ist damit lauter und mechanischer im Klang. Dafür lässt es sich über die Wattanzeige präziser steuern.
Für ruhiges Grundlagentraining am Morgen, bevor der Rest der Wohnung wach ist, ist das Styrke Premium die klar angenehmere Wahl. Wer dagegen harte Intervalle mit exakter Wattvorgabe sucht, wird die Steuerbarkeit des RSX600 vermissen.
Der Wasserwiderstand reagiert träger auf plötzliche Tempowechsel, weil sich die Wassermasse erst in Bewegung setzen muss. Genau das macht lange, gleichmäßige Einheiten so angenehm.
Bei kurzen Sprints spürt man diese Trägheit dagegen deutlich.
Die massive Esche ist das, was man als Erstes sieht und anfasst, und sie überzeugt durch Gewicht und Haptik. Die Maserung ist sichtbar unbehandelt genug, um wie Holz und nicht wie Dekor zu wirken.
Die Doppelrail ist eine der cleveren Konstruktionsideen am Gerät. Sie ermöglicht einen beckenbreiten Stand der Füße statt der sonst üblichen einzelnen Schiene.
Das sorgt für einen saubereren Kraftvektor beim Zug. Beim Sitz hätten wir uns dagegen mehr Polsterung gewünscht.
Nach 20 bis 30 Minuten am Stück wird die Sitzfläche spürbar hart, ein Problem, das uns bei längeren Grundlageneinheiten regelmäßig auffiel.
Die Fußschlaufen aus Klettverschluss sitzen an der Ferse zu steif. Sie lassen sich nicht so flexibel justieren, wie man es von einem Gerät in dieser Preisklasse erwarten würde.
Der Aufbau ist kein Fünf-Minuten-Job. Zwei Pakete, Wassertank befüllen, Rahmen verschrauben: Das dauert zu zweit etwa eine Stunde.
Spürbar einfacher ist es mit einer zweiten Person, besonders beim Umstellen des fertigen Geräts.
Das Styrke Premium setzt komplett auf horizontalen Wasserwiderstand statt auf Luft oder Magnet, mit Eschenholz als tragendem Material für Rahmen und Doppelrail.
| Widerstandsart | Horizontaler Wasserwiderstand, 9 Stufen |
|---|---|
| Wassertank | 10 bis 15 Liter |
| Maße (L x B x H) | 211 x 54 x 68 cm |
| Gewicht | 35 kg |
| Max. Benutzergewicht | 180 kg |
| Max. Benutzergröße | 200 bis 205 cm |
| Material Rahmen | Massive Esche, geölt |
| Konnektivität | Bluetooth, Skandika App + Kinomap |
| Trainingscomputer | nicht angegeben |
| Zugschienenlänge | 134 cm |
Hier liegt der eigentliche Knackpunkt des Styrke Premium. Ohne Bordcomputer gibt es keine eingebaute Pace- oder 500-Meter-Anzeige.
Du brauchst für jede Zahl ein Smartphone oder Tablet in der mitgelieferten Halterung. Für HYROX-Rudersplits, bei denen die Pace pro 500 Meter die zentrale Steuergröße ist, ist das ein echtes Hindernis.
Du siehst die Zahl nicht am Gerät selbst, sondern musst während des Zuges auf einen Bildschirm schauen, der am Rahmen befestigt ist. Schwerer wiegt aber etwas anderes.
Der Wasserwiderstand lässt sich nicht direkt mit der Luftwiderstands-Pace eines Concept2 RowErg vergleichen, auf dem die meisten HYROX-Stationen trainiert und die Wettkampfzeiten gemessen werden.
Eine 2:00er-Pace auf dem Styrke Premium fühlt sich anders an und bedeutet mechanisch etwas anderes als dieselbe Pace auf dem Luftwiderstandsgerät.
Für die Grundlagenausdauer, die hinter jedem guten HYROX-Lauf steckt, ist das Styrke Premium trotzdem eine gute Wahl. Lange, ruhige Einheiten im Wohnzimmer, bei denen die Pace zweitrangig ist und das Durchhalten zählt, liegen dem Wasserwiderstand.
Die Smartphone- oder Tablet-Halterung macht aus dem Gerät trotzdem einen brauchbaren Trainingspartner, wenn man bereit ist, mit einer App wie Kinomap oder der kostenlosen Skandika Training Data App zu arbeiten.
Für reines HYROX-Pacing bleibt das aber ein Kompromiss, kein Ersatz für ein Gerät mit nativer Pace-Anzeige.
Im Vergleich zum Concept2 Model D, dem Referenzgerät für HYROX-Pace-Training, liegt das Styrke Premium preislich in ähnlichen Regionen. Es bietet dafür aber ein komplett anderes Trainingsgefühl und keine direkte Pace-Vergleichbarkeit zum Wettkampfgerät.
Der Hammer Cobra XTR als reines Magnetgerät ist in der Anschaffung oft günstiger. Dafür fehlt ihm das naturnahe Wassergefühl, das beim Styrke Premium der eigentliche Daseinsgrund ist.
Gerechtfertigt ist der aktuelle Preis für alle, die Wert auf Material, Leise und ein authentisches Rudergefühl legen und bereit sind, auf eine native Pace-Anzeige zu verzichten. Wer eine 500-Meter-Referenz zum Wettkampfgerät sucht, zahlt hier für etwas, das er eigentlich nicht bekommt.
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, Preis-Leistung immer inklusive, jedes Kriterium auf einer Skala von 0 bis 100. So wird jedes Rudergerät bei uns nach demselben Maßstab bewertet.
Für dieses Gerät haben wir Rudergefühl & Laufkultur, Verarbeitung & Ergonomie, HYROX-Tauglichkeit und Preis-Leistung herangezogen. Für die Zielgruppe dieser Seite wiegt die HYROX-Tauglichkeit am schwersten.
Ein Gerät ohne Pace-Vergleichbarkeit zum Concept2 RowErg ist für gezieltes Wettkampf-Pacing schlicht die falsche Wahl, so gut das Rudergefühl sonst auch sein mag. Den größten Punkteabzug gab es entsprechend bei der HYROX-Tauglichkeit, wegen der fehlenden Pace-Anzeige am Gerät selbst und der fehlenden direkten Vergleichbarkeit zum Luftwiderstand.
Punkte eingebracht haben das Wassergeräusch und das Zuggefühl bei Rudergefühl & Laufkultur sowie die massive Esche bei Verarbeitung & Ergonomie. Unsere Bewertung basiert ausschließlich auf eigenem Praxiseinsatz und den Produktdaten des Herstellers.
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Maurten Gel 100 - 12x40g - 25g Kohlenhydrate - Hydrogel Energy GelWer vor der Wahl zwischen Wasser-, Luft- und Magnetwiderstand steht, sollte diese drei Geräte kennen, bevor die Kaufentscheidung fällt.
Modell | Widerstand | Besonderheit | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
Concept2 Model D | Luftwiderstand | Pace/500m-Referenz, Wettkampfstandard | HYROX-Athleten, die Splits exakt pacen wollen |
Sportstech RSX600 | Luft-Magnet-Hybrid | Kombinierter Widerstand, Wattanzeige | Trainierende zwischen Realismus und Steuerbarkeit |
Hammer Cobra XTR | Reiner Magnetwiderstand | Leise, präzise Stufenregelung | Wohnungstraining ohne Wassergeräusch |
Wer gezielt für HYROX-Wettkämpfe trainiert und seine Rudersplits an der Pace messen will, kommt am Concept2 Model D kaum vorbei. Es ist das Gerät, auf dem die Rudersplits im Wettkampf tatsächlich gemessen werden.
Wer zwischen authentischem Rudergefühl und steuerbarer Wattanzeige nicht wählen will, findet im Sportstech RSX600 einen Hybrid-Mittelweg: lauter als das Styrke Premium, aber mit präziserer Leistungssteuerung.
Wer vor allem Ruhe und eine einfache Stufenregelung sucht, ohne auf Wassergeräusch Wert zu legen, ist mit dem Hammer Cobra XTR als reinem Magnetgerät gut bedient.
Einen Überblick über das gesamte Testfeld, inklusive aller hier genannten Geräte, bietet unser Rudergerät-Vergleich. Wer sich erst noch über Ablauf und Stationen von HYROX informieren will, findet die Grundlagen in unserem Artikel Was ist HYROX?.
Unser Skandika Styrke Test endet mit einem klaren Bild: Das Styrke Premium ist das leiseste und authentischste Rudergefühl, das wir im Wohnzimmer bislang eingesetzt haben, aber kein Werkzeug für HYROX-Pace-Training.
Für wen es sich lohnt: Wer Grundlagenausdauer aufbauen will, Rücksicht auf Nachbarn nehmen muss und Wert auf massives Holz statt Stahlrahmen legt, bekommt hier ein Gerät, das Spaß am Rudern zurückbringt.
Für wen nicht: Wer gezielt für HYROX-Rudersplits trainiert und seine Pace exakt am Concept2 RowErg-Standard kalibrieren will, findet hier keine verlässliche Referenz.
Mit 74 von 100 Punkten bleibt das Styrke Premium ein starkes Nischengerät: hervorragend für das, wofür es gebaut ist, schwach für das, wofür es nicht gedacht war.
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