
Phantom Athletics Gewichtsweste im Test
Phantom Athletics Gewichtsweste im Test: 9 kg Stahlplatten, exakt das Murph-Herrengewicht, bis 18 kg erweiterbar. So schlägt sie sich im HYROX-Training.
Juli 2026

Hyperwear Hyper Vest Elite im Test: Stretch-Cordura und 64-Gramm-Kleingewichte gegen das Schlacker-Problem beim Laufen, mit klaren Grenzen beim Gewicht.
Die Hyperwear Hyper Vest Elite setzt auf dünnes Stretch-Cordura und flache 64-Gramm-Stahlgewichte anstelle großer Sandtaschen.
Im HYROX-Trainingstest ist sie die ruhigste Weste beim Laufen, allerdings limitieren das Basisgewicht von 4,5 kg und ein Maximum von 11 kg das Krafttraining. Gesamtwertung: 81 von 100 Punkten.
Auf dem Markt für Gewichtswesten gibt es zwei gängige Bauarten: Sandtaschen-Westen, die sich zwar fein dosieren lassen, aber beim Laufen oft schlackern, und Plate Carrier mit starren Platten, die ruhig sitzen, sich aber nur grob staffeln lassen.
Hyperwear geht mit der Hyper Vest Elite einen dritten Weg: Viele winzige Stahlgewichte sind in einem dehnbaren Cordura-Panel verarbeitet, das sich wie eine zweite Haut an den Rumpf presst.
Die texanische Marke baut seit 2008 ausschließlich Lauf- und Rucking-Ausrüstung, ein Fokus, den man beim Tragen spürt. Ob das reicht, um auch als Kraft-Tool fürs HYROX-Training zu bestehen, klärt dieser Test.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Typ | Stretch-Gewichtsweste mit Kleingewichten (kein Plate Carrier, keine Sandtaschen) |
| Material | CORDURA-Gewebe mit patentiertem Zwei-Wege-Stretch |
| Basisgewicht | 4,5 kg vorinstalliert, verteilt auf ca. 65 bis 69 Einzelgewichte |
| Maximalgewicht | 6,8 kg (Größe S), 9 kg (M/L), 11 kg (XL) |
| Gewichtseinheit | Stahlgewichte à 2,25 oz (ca. 64 g), ca. 0,6 cm dünn |
| Verschluss | Durchgehender Frontreißverschluss plus elastische Seitenschnürung |
| Reflektoren | Orange elastische Seitenschnürung, reflektierend |
| Größen | S bis XL, Brustumfang je nach Größe ca. 79 bis 145 cm |
| Garantie | 24 Monate Herstellergarantie |
Drei Elemente prägen die 81er-Wertung: das Stretch-Cordura, die Mikro-Gewichte und die Größenstaffelung. Der Reihe nach.
Hyperwear verwendet ein patentiertes Cordura-Gewebe mit Zwei-Wege-Stretch, das sich horizontal dehnt und dadurch eng am Rumpf anliegt, ohne einzuengen. Genau diese Dehnung verhindert in unserem Test das typische Wippen der Gewichte beim Laufen.
Das Material ist dünner als Neopren, aber robuster als klassisches Nylon. Auch nach mehreren Wochen intensiver Nutzung sehen wir keine Abnutzungsspuren.
Die vorinstallierte Weste wiegt 4,5 kg und ist mit rund 65 bis 69 einzelnen Stahlgewichten à 2,25 oz (etwa 64 Gramm) ausgestattet. Sie ist nur rund 0,6 cm dünn. Pro Tasche passen zwei Gewichte, die sich über den gesamten Rumpf verteilen, statt nur in zwei großen Blöcken vorn und hinten.
Das ist die feinste Zuladung aller drei Testkandidaten dieser Welle und erklärt, warum die Last beim Laufen kaum spürbar verrutscht.
Anders als viele Konkurrenzmodelle mit nur einer Passform kommt die Hyper Vest Elite in vier Größen von S bis XL, mit Brustumfängen von etwa 79 bis 145 cm. Das erlaubt eine engere Passform als bei Universalgrößen-Westen.
Ein durchgehender Frontreißverschluss macht An- und Ausziehen einfach, die elastische Seitenschnürung justiert die Weite fein nach. Die Schnürung ist zugleich orange und reflektierend, ein Pluspunkt für Dämmerungsläufe.
Hier zählt vor allem eine Frage: Reicht das, was die Weste beim Laufen richtig macht, um auch als Kraft-Tool für HYROX-Stationen zu bestehen? Die Antwort fällt zweigeteilt aus.
Genau hier spielt die Hyper Vest Elite ihre Konstruktion aus. Stretch-Cordura und die über den ganzen Rumpf verteilten Mikrogewichte sorgen in unserem Test für deutlich weniger Wippen als bei Sandtaschen- oder Plattenwesten. Für Tempo-Wiederholungen oder lockere Läufe mit Zusatzlast ist sie die ruhigste Option in diesem Vergleich.
Der Nachteil: Mit maximal 11 kg in Größe XL bleibt man deutlich unter dem, was ein Plate Carrier oder eine 30-kg-Weste an Zusatzlast erlauben.
Das dünne, flach anliegende Panel stört bei Burpee Broad Jumps und Bodenkontakt weniger als voluminöse Westen mit Sandtaschen.
Der mittige Frontreißverschluss liegt beim Abrollen auf dem Boden direkt auf dem Brustbein, was bei einer hohen Wiederholungszahl zu einer Druckstelle führen kann.
Für Sled Push oder Sled Pull ist die Weste nicht das primäre Werkzeug, da sie bei einer Zusatzlast von nur 4,5 bis 11 kg beim Schieben wenig zusätzlichen Widerstand bringt. Mehr zu den einzelnen Stationen erfährst du im Guide zu den HYROX-Übungen und -Stationen.
Das Murph-Herrengewicht liegt bei 9 kg, das Damengewicht bei 6 kg. Die kleinste Hyperwear-Größe S erreicht mit maximal 6,8 kg gerade so das Damengewicht, für 9 kg brauchst du mindestens Größe M oder L. Nur die XL-Variante bietet mit 11 kg spürbare Reserve darüber hinaus.
Vorteile
Nachteile
Für Läufer, die eine Weste primär für Tempoläufe, Rucking oder als leichte Zusatzlast bei Calisthenics suchen und denen ein ruhiger Sitz besonders wichtig ist. Wer im HYROX-Trainingsplan gezielt Weighted Runs einbaut, erhält mit diesem Modell die beste Wahl in diesem Vergleich.
Es ist jedoch nicht für Athleten geeignet, die eine Weste für schweres Krafttraining, Sled Push oder Carries nahe am Murph-Gewicht und darüber benötigen. Dafür sind eine Plattenweste oder ein Modell mit höherem Maximalgewicht besser geeignet.
Wer mehr Maximalgewicht oder einen günstigeren Einstieg sucht, findet hier zwei Richtungen:
| Modell | Wichtige Merkmale | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| adidas Gewichtsweste | Markenqualität, solider Allrounder | Einsteiger ohne Spezialisierung |
| Capital Sports Gewichtsweste | Günstig, viel Gewicht pro Euro | Budget-Krafttraining |
Die komplette Übersicht mit allen Testnoten liefert dir unser Vergleich der besten Gewichtswesten. Weiteres HYROX-Equipment fürs Home-Training findest du im Equipment-Vergleich.
Die Hyper Vest Elite ist die beste Weste in diesem Vergleich, um das Schlacker-Problem zu lösen: Stretch-Cordura und über den Rumpf verteilte Mikrogewichte halten die Last beim Laufen ruhig. Für Weighted Runs und Rucking ist sie die erste Wahl.
Die Grenze ist das Gewicht: 4,5 kg Basisgewicht und maximal 11 kg reichen für Läufe aus, aber nicht für ernsthaftes Krafttraining nahe am oder über dem Murph-Herrengewicht. Mit 81 von 100 Punkten ist dies die beste Laufweste in diesem Vergleich, aber nicht die vielseitigste.
